Am vergangenen Wochenende fand die jährliche QuakeCon, die hauseigene Spielemesse und Community-Treff von id Software bzw. dessen Inhaber Bethesda statt. Der Höhepunkt des Events dürfte wohl für viele die Grundsatzrede von John Carmack gewesen sein...
Linux Nutzer kaufen eindeutig Spiele. Das sie das nicht machen würden ist einfach eine Lüge. Man sieht mit Humble Indie Bundle oder Oil Rush, dass für diese Spiele Linux ein GROßER Absatzmarkt ist.
Warum konnte id Software keinen guten Absatz finden?
Quake 3 leidete darunter, dass Linux Spieler gekickt wurden, weil die Patches erst viel später erschienen.
Doom 3 und Quake 4 binden statisch alte Soundsysteme wie OSS ein, welches nicht gut auf modernen Linuxrechnern arbeitet.
Wenn man z.B. Quake 4 mit "pulseaudio" spielt (Standart Soundserver unter Ubuntu und Distros mit Gnome), so hat man eine 3 Sekunden Verzögerung bis der Sound abspielt... 3 SEKUNDEN!!!
Und dann kommen wir noch auf das aktuellste Beispiel zu sprechen: Quake Live.
John Carmack sprach, dass die Linux Nutzer es nicht spielen würden, obwohl sie im Gegensatz zu den Mac Nutzern eine bessere Version hätten.
Stimmt nicht. Was ist wieder das Problem?
Updates und Sound. Am Anfang der schnellen Versionsnummer Entwicklung von Firefox gab es einfach keine Version die man aufspielen konnte. Und mit was ich aktuell zu kämpfen habe: Kratzender Sound - weswegen? Weil sie inkompatibel zum STANDARD SOUNDSERVER pulseaudio programmieren.
Abgesehen, dass die Einstufungsrunden viel zu schnell absolvieren werden müssen, da sonst der Account gelöscht wird.
Da will man einfach keinen Premium Account.
Wer nicht glaubt, dass ich Geld für meine Spiele ausgebe, der kontaktiert mich und ich demonstriere gerne meine Steamliste.
Carmack du solltest zurück auf den Boden kommen. (Als Gründer der Armadillo Aerospace.)
Habe die Keynote gerade fertig angeschaut, hat sich echt rentiert. Wer sich noch gar nicht mit der Technik hinter Spielen beschäftigt hat, wird aber vieles nicht verstehen.
"Hut ab vor Valve!"
Da sind sie schon wieder...die Hüte!
B2T:
Sehe ich wie "Joanticheat"!
Anscheinend hat Bethesda nur mangelhaft recherchiert, warum die 2 Spiele bei Linuxnutzern so schlechten Absatz fanden.
Offensichtlich ist er in seiner Rede mit Überlänge erst gar nicht darauf eingegangen, oder?
Da mein Vista die Hufe hoch gemacht hat, arbeite ich momentan mit einer abgespeckten LinuxLiveDistribution....werde mir zwar für meinen neuen Rechner Win7 zulegen, aber wo es nur geht vermehrt auf Linux (Ubuntu...zumindest für den Anfang) setzen.
Wäre doch sehr wünschenswert, wenn Spieleentwickler in Zukunft vermehrt auf Linux setzen...durch Valve wurde auf jeden Fall schonmal ein großer Schritt in diese Richtung gesetzt.
"TeamFortressHüte ab vor Valve!"
Valve hat bei solchen Portierungen doch ganz klar die Nase vorn, da sie mehrere Spiele gleichzeitig porten und die User sich diese nicht erstmal kaufen müssen, sondern wahrscheinlich sogar schon besitzen.
wie jede keynote schon reingezogen. einfach super.
- er entschuldigt sich auch für das enttäuschende rage
- erzählt viel über das hier schon angesprochene kopfgetragene display
(meiner meinung nach gilt er als pinonier/erfinder des (neuen) VR)
- darüber, nach doom3 BFG alle kräfte voll in doom 4 zu stecken
- darüber wie extrem langsam id spiele entwickelt und das sich das ändern soll
tja linux lohnt sich aus kommerziellen gesichtpunkten halt nicht, das ist eine Binsenweisheit in der industrie. linuxnutzer gibt es weltweit je nach schätzung nicht mal zwei prozent, wo sollen da auch die absätze herkommen? es gab auch mal reine linuxportier-gamestudios die allesamt pleite gegangen sind, so das die Industrie sich bis heute davor hütet. Gleichzeitig bringen viele entwickler (blizzard, valve usw) win8 auf die palme, so das es gut ist das valve nun mit taten spricht, schließlich haben sie es auch in der hand mit steam und ihren ports. jeder weiß mit mehr ports wird linux für gamer interessanter.
[Beitrag wurde 1x editiert, zuletzt von CarnifexX am 06.08.2012, 11:27]